Montag, 24. September 2007

Die Themen der Woche: Eistüte, Internet, Frauen und Sport

Hier ist der erste deutsche Finnisch-Blog mit den Wochenthemen.
*Tagesschauhymne abspiel*

Guten Abend meine Damen und Herren.

Studium:
Das Studium läuft weiter vor sich hin. Am Wochenende wurde der größte Teil der Hausübungen gelöst. Da es nach der Studienordnung der UTU möglich ist, das das erfolgreiche Bestehen von Hausübungen Zugangsvorraussetzung zu der abschließenden Klausur ist, nötigt dieses die Studenten hier Hausübungen zu machen. Dieses kann trotz gutem Wetter dazu führen, dass Studenten am Wochenende vor dem Rechner hocken.
Nach unbestätigten Aussagen hätten die meisten Studenten das auch ohne Hausübungen gemacht.

Eistüte:
Das einköpfige Gremium zur Bestimmung des "Finnish Word of the Week" hat diese Woche bereits am heutigen Montag das neue "Finnish Word of the Week" bekannt gegeben. Damit wolle man auch verdeutlichen, dass es Wort mit Abstand vorne liege, so der Sprecher des Gremiums. Das finnische Wort der Woche lautet damit "jäätelötötterö". Es besticht durch seine übermäßige Bepunktung seiner Vokale. Lediglich das e als 'unbepunkteter' Vokal hat sich eingeschlichen. Gesprochen wird dieses phonisch wohlklingende Wort dann auch einfach [jäätelötötterö]. Damit habe man den Geschmack vieler Menschen getroffen, so teilte das Gremium mit. Denn auch in der deutschen Übersetzung gibt es diesmal weniger auszusetzten, die dann nämlich auch ganz schmackhaft heißt: Eistüte. (Natürlich von Eis = jäätelö und Tüte = tötterö)

Internet:
Heute endlich kam die erwartete Mail, dass die RJ45-Netzwerksteckdose endlich an das lokale Universitätsnetz angekoppelt ist. Dieses bedeute, dann man nun endlich unabhängig von den Schwankungen des Wireless Networks sei, so der Kunde.
Die erste Tat nach empfang der E-Mail war dann auch: Den Computer ausschalten und zum Sport gehen. Hm, auch in Ordnung.

Fotos:
Kommen noch. Versprochen.

Frauen:
Inzwischen wurden viele Bekanntschaften geschlossen. Auch wenn viele nur für die kurze Dauer von vier Monaten oder weniger geschlossen worden, sind alle Beteiligten optimistisch, dass es eine gute Zeit wird. Auffällig ist jedoch der hohe Frauenanteil sowohl unter den Austauschstudenten als auch unter den finnischen Studenten. Eine Ausnahme bilden hier, natürlich, die Informatikstudenten. Und uniweit die Faculty of Mathematics and Natural Science (was angeblich nicht nur an den Informatikern liegt).
So stehen dann auch Maria (dt.), Maria (dt.), Liez (franz.), Mag (pol.), Chrissi (esp), Nadine (dt.), Elisabeth (bay.), Hanna (fin.), Tuuli (fin.) lediglich Nicolas (franz.), Jan (dt.) und Albert (dt.) gegenüber.

Sport:
Nach dem bereits am Freitag vor einer Woche offiziell die Fußballsaison im Student Village begann, und nun jeden Freitag Fußball ansteht (bis es zu kalt wird), wurde heute auch die Unisport-Saison eröffnet. Den Anfang machte Neck'n'Back, eine Stunde Workouts für den Nackenbreich. Auch wenn dieser sich jetzt wie Gummi anfühlt, ist eine Wiederholung sehr wahrscheinlich. Daran kann auch nicht der Umstand ändern, dass auch hier die Frauenquote deutlich überwiegt. So befanden sich unter den ca. 100 Teilnehmern genau zwei männliche.
Heute Abend geht es dann noch weiter mit Volleyball, in der Hoffnung, dass es heute endlich stattfindet. Vor zwei Wochen war nämlich noch niemand anwesend. Auch der Umstand, dass man derzeit noch auf Sportschuhe verzichten muss, da diese sich noch auf dem Weg nach Turku befinden, kann nichts an der sportlichen Aktivität ändern. Nur eines wird sich - sofern Volleyball stattfindet - ändern: Die Frauenquote ist bei der Trainingseinheit "Volleyball (männlich)" aller Vorraussichtlich nach annähernd null (Männer mit langen Haaren zählen nicht!).

Undnundiewettervorhersagefürmorgendienstag, denfünfundzwanzigstenseptember:
Sonnig mit vereinzelten Wolken, nachmittags auch mal bewölkt, jedoch trocken bei 15°

Das war Markus Domdey mit den Themen der vergangen Woche. Ich wünsche Ihnen nun einen unterhaltsamen Abend und eine geruhsame Nacht.

8 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Na, dann wünsch ich dir nen milden Herbst, dass du schön lange Fußball spielen kannst.
Maxi
btw: das Wort der Woche ist der Knüller

Markus hat gesagt…

Kleine Anmerkung dazu: Das Wort Knüller kommt übrigens aus dem norwegischen. Also, wahrscheinlich wird es anders geschrieben, aber es wird so ausgesprochen. Was das auf Deutsch heißt? Frag mal Andrea ... ;)

Anonym hat gesagt…

Finnisch, die Weltsprache
"Ist die Zeit gekommen, dass Finnisch seinen Platz als Weltsprache einnimmt?" Offenbar ist es sehr schwierig, auf diese Frage eine definitive Antwort zu geben. Auf den ersten Blick scheint es viele Faktoren zu geben, die solch eine Entwicklung verhindern.
Erstens: Finnisch wird nur von etwa 0.05% der Weltbevölkerung gesprochen; zweitens: die Sprache kann nicht durch 10 einfache Lektionen gelernt werden; und drittens: es gibt immer noch Finnen, die diese Sprache nicht verstehen.

Obwohl die Entwicklung der finnischen Sprache doch ein wenig langsam ist, gibt es doch Finnen, die folgende Vorzüge des Finnischen für eine Weltsprache hervorheben:

1. Wir diskutieren über eine Sprache, die grundsätzlich logisch ist. Regeln werden absolut eingehalten, frei von Ausnahmen.
2. Die Sprache ist wohlklingend. Mit anderen Worten: sie ist eine Freude für die Ohren. Dies kommt von der überwiegende Menge von Vokalen, die dumme Kombinationen von Konsonanten verhindern. Gelegentlich wurde vorgeschlagen, dass einige Vokale in die Tschechei exportiert werden sollten, wo ein dauernder Mangel an ihnen herrscht, und einige tschechische Konsonanten könnten stattdessen importiert werden - aber die Verhandlungen wurden schon in früher Zeit abgebrochen. Die Finnen wollten nichts mit einer Sprache zu tun haben, in der Eiscreme "zmrzlina" genannt wird, und die Tschechen hingegen waren misstrauisch gegenüber einer Sprache, in der dies "jäätelöä" heißt.
3. Finnisch ist eine prägnante Sprache. Ein finnisches Wort kann viele Dinge auf deutsch bedeuten. Warum Zeit vergeuden und "Ausschuss zur Durchführung von Verhandlungen über die Einstellung von bewaffneten Feindseligkeiten" sagen, wenn man doch ein einfaches Wort wie "aseleponeuvottelutoimikunta" benutzen kann?
4. Finnisch lernen gibt Selbstvertrauen. Wer Finnisch lernen kann, der kann wirklich alles lernen.
5. Die finnische Sprache hat längere und bessere Flüche als jede andere Sprache.

Im Lichte dieser Fakten muss jedermann sofort zu dem Schluss kommen, dass die Einführung des Finnischen als Weltsprache ein Segen für die gesamte Menschheit sein wird. Ein Problem, das dann auf uns zu kommt, ist, die restlichen 99.95% der Weltbevölkerung dazu zu bringen, Finnisch zu lernen. Wir haben beschlossen, den Rest der Welt an unseren Erfahrungen mit dieser Sprache teilhaben zu lassen, und nach einigen Monaten intensiver (und manchmal verzweifelter) Forschung haben wir die folgenden Methoden entwickelt, um das anzugehen, was sich bis jetzt als eine der gewaltigsten linguistischen Herausforderungen der Welt erwiesen hat.
Substantive und ihre Fälle
Denken Sie daran: Selbstvertrauen ist der Schlüssel zum Erfolg. Niemals zweifeln! Wenn Sie beabsichtigen, ein Substantiv zu gebrauchen, sollten Sie sorgfältig die Situation überdenken, wobei Sie das folgende Schema benutzen:

* wie heißt das entsprechende Substantiv auf Finnisch?
* Einzahl oder Mehrzahl?
* welcher Fall? - Nominativ, Akkusativ, Genitiv, Essiv, Partitiv, Translativ, Inessiv, Elativ, Illativ, Adessiv, Ablativ, Allativ, Abessiv, Kommitativ oder Instruktiv?
* ist es möglich, die Benutzung des Substantivs zu vermeiden?

Haben Sie all dies in dem berühmten Bruchteil einer Sekunde überdacht, atmen Sie tief ein und sprechen die erste Hälfte des Substantives mit erhobener Stimme aus, die dann in ein feines Wispern absinkt, wenn die Endung des Substantives ausgesprochen werden soll. Diese Methode, Ihre Erfahrungen in der Benutzung der Fälle zu demonstrieren, wird wärmstens empfohlen; denn schließlich - wenn Sie selbst nicht feststellen können, ob Sie alles richtig gemacht haben, kann ebenfalls kein Finne oder sonst jemand feststellen, ob Sie es falsch gemacht haben. Die grundsätzliche Sache ist, voller Selbstvertrauen zu erscheinen.
Zahlen
Oberflächlich betrachtet, scheinen sehr wenig Ähnlichkeiten zwischen dem finnischen und dem deutschen Zahlensystem zu bestehen. Zum Beispiel:
yksi eins
kaksi zwei
kolme drei
neljä vier
viisi fünf
kuusi sechs
seitsemän sieben
kahdeksan acht
yhdeksän neun
kymmenen zehn
Auf den zweiten Blick allerdings werden einige Fakten deutlich, die dem Anfänger helfen können:

1. "kuusi" und "sechs" haben beide fünf Buchstaben.
2. "neljä" und "vier" scheinen um das "e" herum gebaut zu sein
3. "seitsemän" und "sieben" haben offenbar den gleichen Ursprung (beide fangen mit "s" an)

Weitere Tricks, um Zahlen zu lernen:

* Vergessen Sie die deutschen Zahlen komplett. So sind Sie gezwungen, die finnischen zu benutzen, um sagen zu können, wieviel Uhr es ist. Falls Sie dadurch später Probleme bekommen, wenn Sie Deutsch sprechen müssen, können Sie ein finnisch-deutsches Wörterbuch benutzen, oder, wenn es nur um Zahlen bis zwanzig geht, ihre Finger und Zehen zur Hilfe nehmen.
* Vergeuden Sie nicht Ihre Zeit, Zahlen über zwanzig Millionen zu lernen. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass Sie einmal so viel Geld besitzen werden, nicht einmal in Finnmark.

Monate und Tage
Sagen Sie "erster Tag", "dritter Tag", "zweiter Monat", "Monat vor dem vorletzen" usw. Das erspart Ihnen zwei Jahre, in denen Sie Namen auswendig lernen müssten und lässt Ihren Gesprächspartner die ganze Arbeit tun.
Direkte Objekte
Die meisten finnischen Grammatikbücher sind besonders einfach zu verstehen, wenn es um "direkte Objekte" geht. Es geht ungefähr so: Ein direktes Objekt im Finnischen (allgemein "Akkusativobjekt" genannt) kann im Nominativ, Genitiv oder Partitiv stehen. Um alles noch leichter verständlich zu machen, werden Nominativ und Genitiv "Akkusativ" genannt. Außerdem gibt es noch einen richtigen Akkusativ, der aber keinen besonderen Namen hat. Große Vorsicht ist erforderlich, wenn grammatische Bezeichnungen konstruiert werden. Wenn Sie das Wort "Akkusativ" sehen, kann es Nominativ oder Genitiv bedeuten, aber niemals Akkusativ; die Bezeichnung "Nominativ" kann Akkusativ bedeuten oder vielleicht Nominativ; "Genitiv" kann Akkusativ bedeuten oder einfach nur Genitiv, während "Partitiv" immer Partitiv ist, außer es könnte Akkusativ sein.
Verben
Der beste Ratschlag ist: Benutzen Sie überhaupt keine Verben! Eventuell können Sie es ein wenig schwierig finden, eine längere Unterhaltung zu führen, aber fleißiges Üben macht Sie erfahren (wir verringerten die Anzahl von Fehlern um 20% mit der Methode, Verben fortzulassen. Sie können weitere 15% schaffen, indem Sie alle Adjektive, Adverbien und Pronomen weglassen, allerdings droht dann die Konversation auf ein sehr niedriges Niveau abzusinken, falls Sie keine Erfahrungen mit Ihren Händen haben).
Aussprache
Einige schwierige Laute und ihre korrekte Aussprache:
ää wie in "Nähe", länger und intensiver. Mund so weit offen wie möglich. Ohren weit nach hinten gestreckt.
äy halb Palatal, halb Alveolar, halb Dental; verächtlich erscheinen.
yö seien Sie sehr vorsichtig damit.
rr stark gerollt. Lose Zähne sind hier hilfreich.

(Quelle: http://www.lenz-online.de/reisen/finland/sprache.htm)

Anonym hat gesagt…

noch eine kleine Anmerkung zu meinem Kommentar: eigentlich war ich nur auf der Suche, was Schokoladeneistütenverkäuferin auf finnisch heisst :-)

Anonym hat gesagt…

Anbei noch ein kostenloser Online-Kurs finnisch sogar mit Sprachausgabe:

Finnish for foreigners

und für alle, die sich die komischen Wörter, die Markus hier postet, einmal anhöhren wollen: klicken Sie H I E R

Anonym hat gesagt…

Oh ja,

kannst Du irgendwas auf Finnisch fluchen? Was sagt man denn, wenn einen die ganze "Nacharbeit" ankotzt und man viel lieber mit den ganzen Mädels auf ne Eistüte gehen würde?

Anonym hat gesagt…

Vorsicht diese Seite ist nicht jugendfrei!!!

Und das meine ich auch so

Fluchen auf finnisch

Anonym hat gesagt…

unanständige Wörter auf finnisch Part 2

das sollte jetzt reichen, wer weiß wer dies sonst noch alles liest!

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